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THEMA: Das Goetheanum in Dornach

Das Goetheanum in Dornach 05 Jan 2018 11:17 #1

Der B@sler St@mmtisch im Goetheanum Dornach

Ein Bericht von unserem Besuch im Goetheanum in Dornach vom 16. September 2010 verfasst von Alo. dem Schreiber. Viele solche Berichte könnt Ihr auf unserer Webseite in der Rubrik "BERICHTE" nachlesen.

Wer mit offenen Augen durch das untere Birstal reist, sieht rechterhand auf einem kleinen Hügel ein ungewöhnliches riesiges Gebäude. Um zu wissen, weshalb das so speziell gebaut ist und was dort so alles los ist, kommen 17 Seniorwebler/innen zum Ortstermin und zu einer Führung.





Im Goetheanum - es wurde von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, im Hinblick auf die Gedankenwelt des grossen Dichtergenies so betitelt – befindet sich einerseits der Sitz der internationalen Anthroposophischen Gesellschaft, einer weltweit in 78 Staaten tätigen Organisation, sowie der Sitz der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft.





Anthroposophie heisst übersetzt‚ Weisheit des Menschen und so steht der Mensch im Mittelpunkt. An dieser Hochschule werden denn auch geisteswissenschaftliche Fächer gelehrt; alles für die spirituelle Entwicklung, auch für die übersinnliche Welt. Die Studiengänge sind für jede Person ohne grosse Vorbedingungen zugänglich. Anthroposophie ist keine Religion, keine Kirche, sondern eine Weltanschauung mit christlich-abendländischem Hintergrund. Sie engt nicht ein, sondern bietet viel geistigen Freiraum.

In Anwendung ihrer Philosophie sind die Anthroposophen in manchen Bereichen tätig. Am bekanntesten sind wohl die Rudolf-Steiner-Schulen (in Deutschland nach ihrem grossen Förderer Waldorf-Schulen genannt), die anthroposophische Medizin, die Bio-Landwirtschaft, der Sozialbereich, und vor allem auch die schönen und bildenden Künste.





Viele Künstler bemühen sich darum, die geistige Welt mit den Mitteln der realen Welt darzustellen. Nach der anthroposophischen Philosophie sollen deshalb auch alltägliche Gegenstände nicht nur als Funktion konzipiert werden, sondern auch in die Natur eingepasst sein und eine Kraft der Ästhetik ausstrahlen. Deshalb die ungewöhnliche Form des Goetheanums, und wer das Foto mit dem Hintergrund des Gempen etwas genauer anschaut, kann einige Entsprechungen der Juralandschaft im Gebäude finden.

Das erste Goetheanum war aus Holz gebaut, 1913 begonnen und 1920 fertiggestellt.
Am Silvestertag 1922 wurde es durch Brandstiftung ein Raub der Flammen. 1925 bis 1928 wurde ein Neubau in Eisenbeton ausgeführt, der erste Monumentalbau aus diesem Material und mit einer Vielzahl plastisch gestalteter Formen. Er kann heute noch bestaunt werden; der Zahn der Zeit hat ihm nur wenig zugesetzt.





Im Innern gibt es unglaubliche 345 Räume (Säle, Seminarräume, Studienzimmer usw.); entsprechend der offenen Art der Anthroposophen ist der Bau jedermann zugänglich. Es wird Wert darauf gelegt, dass das Goetheanum keine Kirche und kein Tempel ist; trotzdem können entsprechende Gefühle aufkommen und vielleicht auch zur Meditation einladen.

Der grosse Saal umfasst 1050 Sitzplätze und eine besondere Akustik erlaubt es, dass Aufführungen oft ohne technische Verstärkung möglich sind. Jedes Jahr finden hunderte von Veranstaltungen statt, wozu alle eingeladen sind.
Wer mehr über die Anthroposophische Gesellschaft, das Goetheanum und die Veranstaltungen wissen will, findet reiche Beute bei www.goetheanum.org

Rund um das Goetheanum befinden sich mehrere dazu gehörende Gebäude, deren Architektur ebenfalls vom Denken dieser Philosophen beeinflusst ist. Das geht bis zu so unromantischen Dingen wie dem alten Transformatoren-Häuschen. Auch ein Restaurant (hier heisst es Speisehaus) gehört dazu, wo wir Stammtischler uns vor der Führung biologisch-vegetarisch oder auch anders gestärkt haben. Unerklärlich blieb einem Teilnehmer nur, weshalb kein Bio-Schnaps auf der Menukarte steht. Destillieren ist doch auch eine Art biologischer Vorgang, oder vielleicht doch nicht?

Geselligkeit paaren sich an diesem Tag mit dem Erleben von etwas Neuem, und auch die drei neuen Stammtisch-Schnupperer scheinen sich in unserer Runde wohl zu fühlen.

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meine Webseite : www.rinifoto.ch/
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