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THEMA: Bäume

Bäume 26 Sep 2017 07:46 #1

Wer liebt sie nicht - unsere Bäume - unsere Sauerstoff-Lieferanten - unsere Energiespender (umarme täglich einen Baum!).

Der japanische Lebkuchenbaum.

Im Herbst.


Im Sommer.




Damit grüsse ich auch diejenigen, welche diesen Baum schon mal in Winterthur in natura gesehen haben, ganz herzlich.


Und nun könnt Ihr weitermachen, wenn Ihr wollt ...:)

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Letzte Änderung: von carmen.

Bäume 27 Sep 2017 17:20 #2

Als ich noch fleissig spazieren konnte, ging ich oft durch den Schützematte Park, da dieser zu Fuss schnell und gut erreichbar war. Dort hatte ich für mich einen besonderen Baum ausgesucht, den ich dann wirklich "umarmte". Das kam zwar nicht so oft vor, aber nie liess ich diese Zeremonie aus. Nur, wenn mein Mann mit dabei war, fiel sie kürzer aus, da ich ihm ansah wie er sich für mich schämte. Er meinte, die Leute würden sicher denken, ich sei nicht "ganz gebacken".
Das erste Mal, als ich es tat, muste ich mich nachher, vor dem weiter gehen, auf die nächste Bank setzen, denn mir war ganz schwindlig geworden. Ich spürte auch jedesmal in mir ein Vibrieren und eine Kraft, die mich durchströmte. Dann fotografierte ich diesen Bum, liess ein Poster daraus machen, rahmte es und es hängt immer noch bei mir zu Hause im Wohnraum, so dass ich ihn wenigstens als Bild anschauen kann.

Und so sieht er aus, mein Baum! Allerdings in einer Herbstversion und nicht Frühlingsgrün! Aber diese Aufnahme ist schon uralt.

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Letzte Änderung: von Erica.

Bäume 27 Sep 2017 23:14 #3

Bäume, ja die berühren auch mich. Vielleicht nicht so tief, dass ich sie deswegen umarme, aber ich gehe weite Wege um einen speziellen zu sehen. Vielleicht um zu erleben wie der Baum als Lebewesen auf mich wirkt. Letzten Sonntag auf der Höhe der Wägesse, einem historischen Übergang vom Emmental nach Bern war diese Linde der eindrücklichste Baum.



Aber die einladende Bank musste unbenutzt bleiben, ein längerer Weg stand uns noch bevor.

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Bäume 28 Sep 2017 19:12 #4

Das Umarmen der Bäume lernte ich durch eine gute Bekannte kennen. Zum Praktizieren fehlte mir bisher die Zivilcourage.
Erica, hast Du dies hier schon entdeckt?

www.stadtgaertn...enmattpark.html

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Bäume 29 Sep 2017 00:18 #5

Danke carmen, diese Seite sehe ich zum ersten Mal. Vorerst habe ich nur "geschneuggt" werde aber alles lesen, denn diesen Park kenne ich, seitdem ich mich zurück erinnern kann. Ich habe sogar eine kleine private Sache darüber geschrieben. Wenn ich sie noch finde, kann ich sie hier reinkopieren.


Dies ist übrigens der Polizeiposten am Park, mit Front auf den Wielandplatz, von dem in deinem Link die Rede ist.

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Letzte Änderung: von Erica.

Bäume 29 Sep 2017 00:46 #6

Hier ist die Geschichte dieses Parkes, die ich vor etlicher Zeit aufgeschrieben habe. Es ist ein ganz persönlicher Blickpunkt, denn er zog sich wie ein roter Faden durch viele Jahre meines Lebens, und ich wohnte immer dort in der Nähe, wenn auch nicht immer am gleichen Ort.

Nicht weit von meinem Zuhause gibt es einen Park. Er besteht schon seit vielen Jahren und ich weiss, dass die Kastanienbäume, die eine sehr grosse, runde Wiese umranden, schon hoch und mächtig waren, als ich noch ganz klein war und kaum alleine gehen konnte. Er steht inmitten eines guten Wohnquartiers, und nur auf der einen, nördlichen Seite braust etwas mehr Verkehr daran vorbei. Es ist dies eine Ringstrasse, auf der die erste Bahnlinie der Schweiz verkehrte, vom elsässischen St.Louis an den Centralbahnhof von Basel, denn diese Linie wurde 1844 eröffnet.

In den ersten Jahren kurz nach dem Übertritt ins zwanzigste Jahrhundert fuhr der Zug wirklich noch durch diese Ringstrasse bis zum Bahnhof. Mein Vater hat mir oft erzählt, wie er als Schüler, zusammen mit andern Kindern, noch unter der bereits geschlossenen Bahnschranke durchschlüpfte, um nicht zu spät zum Schulbeginn zu erscheinen, denn der Schulabwart verfuhr mit Zuspätkommenden im allgemeinen ziemlich unsanft. Und auch meine Mutter durchlebte beim Erzählen ihrer ähnlichen Erlebnisse nochmals die bangen Warteminuten an der geschlossenen Barrière, denn auch sie durfte nicht zu spät zur Arbeit erscheinen, denn das gab Lohnabzug.

An diese Bahnlinie erinnert ebenfalls das Viadukt, das auch heute noch diese simple Bezeichnung trägt, denn es wurde als Bahnbrücke gebaut. Auf ihm überquert der Verkehr vom westlichen Teil der Stadt zum Bahnhof, inklusive Trambahn und Fussgänger, am schnellsten das darunterliegende Tal des Birsig, eines kleinen Baches, der im nördlichen Juragebirge entspringt und mitten in der Stadt in den Rhein mündet. Das letzte Teilstück seiner nicht sehr grossen Länge allerdings heute unterirdisch. Vom Viadukt aus sieht man auch den Zoologischen Garten, dessen Haupteingang sich dort unten befindet.

Im Park stehen sehr viele, sehr alte Bäume. Rosskastanien zur Hauptsache. Mit rosaroter und weisser Kerzenpracht zur Blütezeit. Und im Herbst, wenn die stacheligen Kugeln reif von den Ästen purzeln und beim Aufprallen aufplatzen, muss man aufpassen, auf keine dieser versteckt unter dem Laub liegenden Kastanien zu treten, denn der Fuss rutscht manchmal bös darüber hinweg und ein Einknicken des Knöchels ist bald geschehen.

In diesem Park steht „mein“ Baum. Sein Bild hängt auch als Poster, gerahmt, an der Wand gegenüber meines Bettes. So kann ich mit ihm Zwiesprache halten. Nicht im vollen Schmuck seiner Blätter habe ich ihn seinerzeit fotografiert. Da wäre er ein Baum gewesen wie alle übrigen, hätte sich kaum von seinen Nachbarn unterschieden. Erst, als er schon fast alle seine Blätter fallen gelassen hatte, offenbarte er sich mir in seiner wahren Gestalt. Er war es, der wollte, dass ich ihn „mitnehme“ und deshalb zeigte er mir auch sein wahres Wesen. Einseitig ist er, verwirft zwei seiner Äste als wolle er sagen: „Schau, jeder hat seine unebenen, nicht perfekten Seiten, auch die Natur macht da keine Ausnahme!“

Angefangen hat meine Freundschaft mit ihm an einem Sonntag im Herbst, als ich nicht wusste, was ich mit diesem ruhigen, eintönigen Tag anfangen sollte. So packte ich den kleinen Fotoapparat ein und spazierte, ohne festes Ziel, drauflos, in Richtung Park. Während ich ging, kamen auch frühe Erinnerungen in mir hoch, die in Verbindung mit dieser Anlage standen. Auf dieser riesigen, runden Wiese inmitten des Geländes wurden seit jeher die Jugendfeste des Quartiers abgehalten. Wer von den Kindern kostümiert mitmachen durfte, wurde von Mutter oder Vater beim veranstaltenden Verein eingeschrieben. Man durfte seine Wünsche anbringen zu welcher Gruppe man gehören wollte. Es gab Biedermeier Gruppen, die Mädchen in gefälligen, langen und fröhlich geblümten Kleidern, die Herren im Frack mit Zylinder, Gärtner, Ägypter wenn ich recht erinnere, verschiedene Krieger, von den Römern bis zu den Alten Schweizern mit Helmen, Rüstungen, Hellebarden und Morgensternen und noch vieles mehr. Auch ein Wagen wurde stets mitgeführt, darauf aufgebaut das entsprechende alte Stadttor das zu dem Quartier gehörte. Bei den einen das Spalentor, bei anderen das St.Johannstor. Und vor diesem Tor war ein Thronsessel und darauf sass die entspre-chende Jugendfest Königin, mit Robe, Umhang und Krone Das war meist ein grosses, kräftiges Mädchen aus einer letzten Schulklasse. Stolz leuchtete jeweils aus den Augen dieser Königinnen, die Ehre erhalten zu haben, das Quartier repräsentieren zu dürfen.

Der Umzug bewegte sich am frühen Nachmittag in ziemlich weitem Bogen vom Besammlungsort zum Park, wo alles für Spiel und Spass der Kinder vorbereitet war. Voraus marschierte die Blechmusik eines Vereines, manchmal sogar zwei, die eine am Ende des Zuges, damit sie sich beim Blasen abwechseln konnten. Und auch für Hunger und Durst war ausgiebig vorgesorgt, alles von freiwilligen Helfern in die Wege geleitet und betreut. Und zuletzt, wenn sich gegen Abend hin die vom Spielen ermüdeten Kinder nochmals zum Zuge formierten, um an den Ausgangsort zurück zu kehren, hörten man es weithin schallen, was da aus voller und freudiger Kehle gesungen wur-de: „Fi Fa Fo – s’Spale-Quartier isch nit in Räge ko!“ Es war mit einem Höhepunkt des Nachmittages, am Ende singen zu können, dass das ganze Fest trocken abgelaufen sei!

In meine Erinnerungen versunken, mit dem Bild der vielen kostümierten Kinder vor Augen, sowie der Mütter, Väter und Tanten, die stolz ihren Sprösslingen beim Vorbeiziehen zuwinkten, merkte ich kaum, dass ich bereits beim Park angelangt war. Ich nahm den zunächst gelegenen Weg, der mich ins Innere führte, vorbei an einer Holzhütte und stellte fest, dass auch diese nicht mehr gleich aussah wie früher. Jetzt war sie sehr solide, hatte verschliessbare Türen, hatte Fenster, währenddem vormals alles mehr provisorisch aussah. Sie diente auch nicht mehr dem gleichen Zwecke; jetzt werden in dieser Hütte die Gerätschaften der Stadtgärtnerei versorgt, die dazu dienen, die Parkanlage zu pflegen und sauber zu halten. Früher, als alles noch recht armselig aussah, wurden am schulfreien Mittwoch Nachmittag ein paar Geissen (Ziegen) von einem Geissenhirten dorthin geführt. Dort konnte man alsdann frisch gemolkene Geissenmilch trinken. Man roch diesen Stall, den man sich gut auch als Stall von Bethlehem hätte vorstellen können in seiner Bescheidenheit, an jenen Nachmittagen schon von weiten: es böckelte! Und nicht alle Kinder waren erfreut darüber, denn viele wurden regelrecht gezwungen von ihren Müttern, einen Becher dieser Milch hinunter zu würgen, weil dies doch so gesund sei!

An der schattigen Stelle vorbei, wo im Frühjahr die wunderschönen Rhododendron-Büsche so prächtig intensiv rosa bis rotviolett blühen, führte mich mein Weg zu einer kleinen Kreuzung im Park, wo sich die Wege verbreitern und zum Platz vor dem Musikpavillon führen. – Jetzt, im Moment, ist dort nichts mehr. Der Pavillon wurde mutwillig durch gelegtes Feuer zerstört. –

Ich hielt inne und schaute mich um. Ganz allein war ich, und um mich herum, so weit ich schauen konnte, war der Boden mit goldgelben Blättern bedeckt. Das gab mir das Gefühl, auf einem magischen Teppich zu stehen. Ich war tatsächlich wie verzaubert, als auch noch die Sonne hervorbrach und ihre Strahlen durch das bereits sehr gelichtete Blätterdach sandte. Schnell ging ich ein paar Schritte zurück, um diese gelbgoldene Blätterwelt über mir und unter mir mit der kleinen Kamera einzufangen, wobei ich das Rascheln des trockenen Laubes überlaut hörte in dieser mittäglichen Leere und Stille. Als ich die bestmögliche Position erreicht hatte, um ein Bild nach meinem Gefallen knipsen zu können, sah ich plötzlich den einen Baum, als Star, mitten im Objektiv. Er wollte aufs Bild. Ich spürte es ganz deutlich. Also drückte ich ab, versorgte den Apparat wieder und spazierte weiter um die grosse, runde Wiesenfläche, die wie nackt dalag, im Gegensatz zu den laubbedeckten Wegen. Ich knipste später noch einige andere Bäume, die ihr farbiges Kleid noch trugen und war froh, endlich den Film fertig zu haben, der schon viel zu lange im Apparat war. Zu jener Zeit war es Mode, Diapositiv Filme zu benutzen, denn die Fotos konnte man schön gross auf eine Leinwand projizieren.

Als es soweit war, dass ich meine Schnappschüsse begutachten konnte, zog mich das Bild des Parkes mit dem Baum so in seinen Bann, dass ich es immer wieder durchlaufen liess. Ich musste diese Goldstimmung, die durch das Licht des Projektors noch verstärkt wurde, immer wieder anschauen. Ich konnte mich daran nicht satt sehen. Und so studierte ich, wie ich es anstellen könnte, diesen Baum, dieses Laub öfters im Blickfeld zu haben. In der Stadt lief gerade eine Aktion die dafür warb, man solle doch seine Lieblingsfoto als Poster vergrössern und aufziehen lassen. Das war’s! Ich brachte mein Negativ, oder besser gesagt mein Diapositiv in dieses Geschäft und nach einigen Tagen konnte ich meinen Baum abholen. Ein schlichter Rahmen war auch schnell gefunden. Lange überlegte ich, wo ich ihn aufhängen soll, und es bot sich mir die Wand, gegenüber meinem Bett, geradezu dafür an.

Aber es blieb nicht bei dieser platonischen Liebe. Jedesmal, wenn ich an dem Park vorbeikam, musste ich zu ihm, zu „meinem“ Baum. Die ersten paar Male streichelte ich nur sehr zaghaft seine Rinde, zog schnell die Hand wieder zurück, hatte sogar eine Art von Scham, man könnte mein Tun beobachten und denken, ich sei wohl nicht ganz bei Trost. Doch dann wurde ich mutiger, in jeder Beziehung. Plötzlich war es mir egal, ob mich jemand bei meinem Tun sehen würde. Ich trat ganz an den Stamm heran, legte meine Handfläche fest auf und dann streichelte ich ihn, schaute hoch hinauf in seine Krone. Das nächste Mal breitete ich meine Arme weit aus und versuchte eine richtige Umarmung, was aber unmöglich war. Ich konnte nur mein Gesicht an seinen Stamm pressen, vorsichtig zwar, denn auf dieser harten Rinde existierten ja auch unzählige, winzige Lebewesen. Ich liebe alle diese kleinen, lebendigen Organismen, aber nicht deshalb war ich so vorsichtig und fast zart, denn trotz meiner Liebe zu ihnen möchte ich sie doch nicht auf mir selber wissen.

Nach etlichen solchen Besuchen bei meinem Baum probierte ich dann einmal aus, was mir eine Bekannte angeraten hatte. Ich lehnte mich mit dem ganzen Rücken an den Stamm und hoffte, auch etwas von seiner Vitalität zu spüren, und vor allem geschenkt zu bekommen, wie diese Bekannte mir über ihre eigene Erfahrung erzählt hatte. Nach etwa zwei Minuten spürte ich ein Kribbeln in meinen Beinen und hatte das Gefühl, eine Art Kraft durchströme mich von unten bis oben. Dieses Gefühl wurde auch immer stärker und ich konnte es plötzlich nicht mehr aushalten. Ich löste mich vom Stamm, wobei dies mir sogar einige Mühe bereitete und wankte zur nächsten Parkbank, weil mir ganz schwindlig geworden war. Benommen setzte ich mich vorsichtig hin und merkte, dass tatsächlich meine ganze Sitzfläche kribbelte und ich kaum ruhig bleiben konnte. Das dauerte eine gute Viertelstunde, und erst dann war es mir wieder möglich, aufzustehen und weiter zu gehen. Aber ich taumelte immer noch ein wenig und sorgte mich, ob ich wohl gut bis zur nahe gelegenen Bushaltestelle kommen würde.

Am gleichen Abend fing zu Hause auch die Zwiesprache mit meinem Baum, auf dem Poster, an der gegenüberliegenden Wand meines Bettes an. Zuerst wollte ich ihm böse sein, dass er mich so – in einem gewissen Sinne – vergewaltigt hatte. Ich warf ihm vor, meine Liebe und meine Gefühle für ihn ausgenutzt zu haben, um den Meister herauszukehren. Aber plötzlich tat es mir leid. Da stand er ja und bot mir seine in langen Jahren gewachsene Gestalt dar, auf der einen Seite mit aufragenden, gegen den Himmel strebenden Ästen, auf der andern Seite zeigte er mir auch seine weniger schöne Seite: zwei Äste, die er verwarf und deren Stellung so aussah, als würden sie weggezogen. Nicht in Niedrigkeiten, aber in die Realität des Alltages. Und ich empfand ihn plötzlich als ein Wesen, das auch so ist wie wir – Du und ich. Einmal aufstrebend, jauchzend und voll Übermut und Freude, einmal eher niedergeschlagen und mit den Banalitäten der Umgebung kämpfend.

Und ich entdecke immer wieder Neues, jedesmal wenn ich ihn anschaue. Nicht nur ihn sehe ich. Er selber zeigt mir allerlei Gestalten. Manchmal sehen seine Äste so aus, als verstecke sich darin das Gesicht eines geliebten Menschen, manchmal offenbart er mir ein Tier, ein Wolfsgesicht, ein Pferd, einen Hund, manchmal eine hässliche, menschliche Fratze. Manchmal zeigen diese Phantasiegebilde sich lächelnd, manchmal todtraurig. Und oft habe ich, nach längerer Zwiesprache, auch das Gefühl, ich sei nahe daran, direkt in das Bild hineinzugehen. Oder ich empfinde es, als ob es lebe und sich bewege, verändere, während ich es anschaue.

Viele ruhige, besinnliche Augenblicke hat mein Baum mir schon geschenkt, in meinem eigenen, von ihm entfernten Zuhause. Aber auch Kraft hat er mir schon gegeben. Nur, ich bin vorsichtiger geworden. Ich lehne mich nicht mehr sofort so voll an ihn. Ich grüsse ihn und bitte ihn, mir etwas von seiner Kraft aus dem tiefsten Inneren der Erde zu schenken, aber nur gerade soviel, als ich schwacher Mensch im Moment ertragen kann. Und ich spüre auch, wann es Zeit ist, wieder von ihm wegzugehen, wann „es“ genug ist.

Dankbar bin ich ihm, meinem Baum, und traurig bin ich und jedesmal den Tränen nahe, wenn ich höre oder entdecke, dass einer seiner Brüder oder Schwestern unnötigerweise geopfert wurde, weil er „im Wege“ war.

Soweit ich ihm meinen Segen schicken kann, tue ich es aus vollem Herzen und ich hoffe, er möge noch lange dort stehen und noch vielen andern Menschenkindern seinen Schatten und seine Kraft spenden.


Erica Zet

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Letzte Änderung: von jipégé. Begründung: Trennungsstriche gelöscht

Bäume 29 Sep 2017 11:37 #7

Dangg scheen für Deine Offenheit, uns Dein sehr persönliches Erlebnis zu erzählen, Erica !

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Jean-Pierre

Bäume 29 Sep 2017 17:05 #8

Danke, Erica, für Deine ausführliche Lebensgeschichte rund um die Bäume im Kannenfeldpark.

Das Darstellen von Bäumen ist wegen deren Höhe im Breiformat nicht immer gut darzustellen, daher hier einige Bäume, Ende Winter, in der Heide von Reinach als Bild-Panorama:

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Bäume 29 Sep 2017 19:34 #9

Uff dr Schütze, lieber Heinz, nicht im Kannenfeld. Im Kannenfeld, das schon lange ein Park ist aber vorher ein Gottesacker war, hätten sich sicher diese Erlebnise nicht abspielen können. Wahrscheinlich aus Respekt vor den Toten, die dort noch immer im Boden liegen.
Etliche Bekannte meiner Eltern sind dort begraben worden. Auch meine Grossmama und Grosspapa mütterlicherseits liegen dort, und sogar meine Urgrossmama aus Venedig hat ihr Grab im Basler Kannenfeld gefunden,als sie zu einem längeren Besuch bei ihren Töchtern, hier in Basel, weilte.

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Bäume 21 Apr 2018 09:25 #10

Frühling 2018



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Bäume 21 Apr 2018 14:36 #11

Ja, liebe reni, jetzt meint man wirklich, es könne nur noch schönes Wetter geben und wir seien schon bald im Sommer! Aber da drohen im Mai noch die Eisheiligen!!! Wer weiss, ob es da noch schneit? Heutzutage sind alle Wetterkapriolen möglich, und sie finden ja auch wirklich statt. Einen solchen April, wie diese aktuellen Tage, an so etwas kann ich mich nicht erinnern!

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Bäume 22 Apr 2018 16:06 #12

Zwei Bäume auf unserer Spielwiese. Der rechte gehört zum Nachbarhaus und wird von deren Verwaltung regelmässig geschnitten. Der linke gehört zu unserem Wohnblock. Das Schneiden wurde von unserer Verwaltung, wegen den Kosten, jahrelang hinausgezögert. Im März wurde der jetzt viel zu hohe Baum zurück gestutzt.
Ich frage mich, ob er je wieder grün werden wird……


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Bäume 22 Apr 2018 16:26 #13

Bäume sind zäh, sofern sie nicht sehr alt sind, der kommt sicher wieder, muss sich halt an die neuen Fakten zuerst gewöhnen. Vielleicht denkt er sich - step bei step - ich habe ja einen Nachbarn, und der wird mir helfen
Bäume sind nämlich untereinander sehr vernetzt....hier hat er allerdings nur einen Nachbarn, ziemlich nah, wie ich sehe. Da wird es sicher länger dauern.

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Bäume 26 Apr 2018 11:05 #14

Mein spezieller Natur-Schnappschuss

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Bäume 26 Apr 2018 12:09 #15

Liebe reni,
das sieht sehr originell aus!

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Bäume 27 Apr 2018 16:12 #16

Die zwei Bäume dominieren auf der Grasfläche vor unserem Sommerhaus auf Gotland. Die Aufnahme ist von dieser Woche wobei die noch blätterfreie Birke einen guten Durchblick auf die danebenstehende Kiefer zulässt. Es ist interessant dass die Kiefer sich auf drei Stämme aufteilt. Das Alter der Kiefer ist auf über 300 Jahre zu schätzen, denn auf einem alten Foto von vor 100 Jahren war der Stamm mit den aufgeteilten drei Stämmen schon ganz gross. Die Höhe des Baumes lässt sich im Vergleich zu den 2,5 Metern der Pergola abschätzen. Der mittlere Stamm wurde vor ca. 20 Jahren bei einem Wintersturm abgebrochen. An den früher tieferliegenden, jetzt abgebrochenen Ästen waren die Schaukeln zur Freude unser Kinder und Grosskinder befestigt. Die Birke ist nur etwa 60 Jahre alt und ist trotzdem gleich hoch wie die Kiefer. Interessant ist dass sich die untersten Äste immernoch weiter ausbreiten und im Sommer die Sicht zur Pergola abdecken. Die Birke gibt uns an heissen Tagen den gewünschten Schatten. Weniger gewünscht ist im Herbst die Menge vom Laub, den Nadeln und Zapfen der Kiefer. Das ist nun im Frühling meine Aufgabe diese zusammen zu rechen und zu entsorgen.



LG hrjung

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Bäume 28 Apr 2018 11:58 #17

Lieber hrjung,
Vielen Dank für Dein Baum-Foto und die interessanten, ausführlichen Erklärungen dazu. Es freut mich sehr, dass Du uns immer wieder aus dem fernen Schweden Beiträge einstellst. Vielen Dank.




Hier die Bäume auf meinem Weg zum Einkaufen in Stabio im Süd-Tessin.

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Letzte Änderung: von rinifoto.

Bäume 10 Mai 2018 15:00 #18

Beim Schmökern im Forum habe ich entdeckt, dass es dort ein Thema Bäume gibt und prompt verlor ich mich in diesen Geschichten. Umarme täglich einen Baum, hat carmen zu Beginn geschrieben und Erica hat uns ihre ganz persönlichen Erlebnisse mit ihrem Baum erzählt. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt, denn sie weckte in mir eine Erinnerung an eine ähnliche Begegnung mit einem Baum.
Es war auf einer Wanderung, welche mich mit mir allein vom Weissenstein über den Chasseral nach Neuenburg führte. Ich war selber etwas neugierig darauf, wie weit mich meine Füsse tragen und begierig darauf, in die Wunder der Natur unterwegs einzutauchen und vielleicht auch etwas meine Grenzen auszuloten. Es war am zweiten Tag, als ich bei wunderschönem Wetter über eine weite Weide kam und von weitem einen herrlichen, grossen Baum sah, der mich zu einer Rast in seinem Schatten direkt aufforderte. Ich hatte das Gefühl, als breite er extra seine Arme aus, um mich bei ihm willkommen zu heissen. Ich spürte in seiner Nähe eine wunderbare Ruhe und Geborgenheit und ein Glücksgefühl durchrieselte meinen ganzen Körper. In seinem Schatten war ich wie in einem Zauberbann und ich nahm den Baum als ein ehrwürdiges Lebewesen wahr, so dass ich aufstehen und mein Ohr an seinen Stamm pressen musste und hören wollte, ob ich einen Herzschlag vernehmen könnte. Natürlich hörte man nichts, da man ja solches schon gar nicht tut und zum Glück hat mich dabei auch niemand gesehen. Aber das Glücksgefühl nahm ich mit auf meinen weiteren Weg. War es ein Zufall, dass mir nach einer kurzen Distanz die ersten zwei Wanderer seit dem frühen Morgen begegneten, welche dann für mein rückblickendes Foto von diesem Zauberbaum einen Grössenvergleich lieferten?

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Bäume 10 Mai 2018 16:54 #19

Sehr eindrücklich, Fidibus. Ich habe zu Bäumen, seit ich ein Buschi war, sozusagen eine Beziehung, denn ich streckte schon damals, wie man mir erzählte, aus dem "Buschiwagen" meine kleinen Arme nach ihnen aus, hauptsächlich nach den Blättern, die sich im Wind bewegten. Und seit bald drei Jahren, als ich umgezogen bin, habe ich auf der Rückseite des Hauses drei Bäume stehen, die schon recht hoch sind: eine Föhre und zwei Tannen. Als ich einzog taufte ich sie sofort als die DREI MUSKETIERE. (Ich weiss, es waren 4 und nicht nur 3). Die Tanne, die direkt bei meinem Balkönchen steht, sah nicht schön aus, etwas vetrrupft, wenig Äste, wenig Nadeln.
Heute nach fast drei Jahren ist sie "schön" geworden. An allen Zweiglein waschen grosse, neue, grüne Nadelspitzen. Sie hat eine Unmenge kleiner neuer Tannenzapfen und ist, gegenüber meinem Einzugstermin, kräftig geworden. Oft, weil es soviel windet, habe ich das Gefühl, sie wippt direkt gegen meinen Balkon. Als ich dies das erste Mal bemerkte, redet ich direkt mit dem Baum und machte ihm Komplimente, wie er jetzt dicht und schön geworden sei. - Ich glaube, das hat er sogar mitbekommen, denn er wächst in diesem Frühling wirklich schnell, so dass ich ihm auch sage, wie schön er geworden ist.

Ich freue mich darüber und hoffe, dass ich ihm noch eine kleine Weile dabei zuschauen darf!

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Bäume 04 Jul 2018 16:42 #20

Auf dem Weg zur Tramstation bei 29°

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Bäume 06 Nov 2018 12:04 #21

Ach reni, wie die Zeit vergeht...

Nun freuen wir uns schon wieder über sonnige Augenblicke.



Ein Baum an der Töss, die dann irgendwann 'bachab' geht, d.h. bei Tössegg in den Rhein (Bach) fliesst.

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Letzte Änderung: von carmen.

Bäume 07 Nov 2018 18:41 #22

Danke, carmen, für Deinen Beitrag. Auf meinem Weg ins Einkaufszentrum habe ich mit dem Handy drei Bäume aufgenommen. Links seht Ihr die Originalaufnahme und rechts das bearbeitete Bild. Welches Foto gefällt Euch besser?





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Bäume 07 Nov 2018 19:07 #23

Bild Baum 1 = bearbeitet

Bild Baum 2 = unbearbeitet

Bild Baum 3 = unbearbeitet

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Bäume 07 Nov 2018 20:24 #24

Danke carmen

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Letzte Änderung: von rinifoto.

Bäume 07 Nov 2018 22:17 #25

Erica schrieb: Bild Baum 1 = bearbeitet

Bild Baum 2 = unbearbeitet

Bild Baum 3 = unbearbeitet


Danke, Erica, für Deine schnelle Antwort.
Eine Nachbearbeitung der Fotos ist nicht immer angebracht.
Danke für Deine Meinung.

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Bäume 08 Nov 2018 07:41 #26

Heinz, mir gefallen alle drei Fotos unbearbeitet besser. Bearbeiten ja oder nein, ist immer eine schwierige Frage. Nicht nur eine Geschmacks- sondern auch eine Stimmungsfrage bei Fotograf und Betrachter. Entscheidend ist auch der Hintergrund. Wenn ich nach einer gewissen Zeit meine bearbeiteten Fotos anschaue, frage ich mich manchmal... :huh:

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Letzte Änderung: von carmen.

Bäume 08 Nov 2018 10:51 #27

Danke, carmen, für Deine Meinung. Hier mein Quartierladen. Ein Handy Foto direkt vom Handy ins Forum hochgeladen:

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Bäume Gestern 16:16 #28

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